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Partielle Mondfinsternis am 28.10.2023

Es war wieder einmal soweit. Der Mond sollte teilweise in den Erdschatten eintreten. Was lag also näher, als Rookie mein neues Teleskop auszuprobieren.

Der Himmel war schon frühmorgens ein Bild des Jammers. Nieselregen und eine geschlossene Wolkendecke soweit das Auge reichte. Daran sollte sich auch nicht mehr viel ändern. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es zwar etwas besser aber wir waren von einem Himmel, der zur Astrofotografie einlud, meilenweit entfernt.


Aus diesem Grund konnte ich auch die Ausrüstung nicht einnorden, sondern musste vor Ort alles per Hand machen. Also auf den Balkon und solange der Mond nicht sichtbar war, plauderten Jutta und ich über Gott und die Welt und liessen uns den Spätburgunder schmecken. Das erste Wolkenfenster nutzte ich, um den Mond erst mal zu erfassen und den Fokus zu setzen. Viel Zeit hatte ich nicht dafür, nach gut 10 Sekunden verschwand der Mond wieder hinter der dichten Wolkendecke. Da hat man Hände und Füße zu wenig.


Es dauerte dann wieder eine ganze Weile bis zum nächsten Wolkenfenster. Da der Mond jetzt natürlich nicht mehr im Display war, musste ich die Ausrüstung natürlich wieder neu einstellen. So ging das ganze dann noch zwei bis drei Mal und ich wollte schon das Handtuch werfen aber Jutta ermunterte mich, doch noch weiter zu machen.

Lange Rede, kurzer Sinn: An diesem Abend gelang uns kein Bild der partiellen Mondfinsternis. Da muss man als Astrofotograf dann auch schon mal durch. That´s life.


Wir zogen uns wieder in die Wohnung zurück . Als ich nach ca. einer Stunde himmelstechnisch nach dem Rechten schauen wollte, traute ich meinen Augen kaum: Da stand ein heller Vollmond am Himmel, von Wolken erst einmal keine Spur und das zu einer Uhrzeit, an der die Mondfinsternis gerade vorbei sein sollte. Da weiss man dann nicht, ob man weinen oder lachen soll. Ich hatte die Ausrüstung auf dem Balkon stehen gelassen und so gelangen mir dann doch noch ein paar Aufnahmen des vollen Mondes. Ich erhebe jetzt nicht den Anspruch eines ausgefeilten Fotos, sondern eher eine Einzelaufnahme, die ich noch etwas optimiert habe.

Anstelle der Canon EOS 80D hatte ich meine Sony Alpha 7 RIII adaptiert. Dadurch wird der Mond, aufgrund des größeren Sensors, etwas kleiner abgebildet aber bei 42MP macht das dann letztendlich keinen großen Unterschied.

Ich denke, dass es für eine Einzelaufnahme gar nicht mal so übel geworden ist und so eine frühe Nacht bei 7°C. auf dem Balkon mit Jutta und einem Spätburgunder hat auch etwas.

Nun müssen wir bis 2025 auf die nächste Mondfinsternis warten, hoffentlich bei besserem Wetter.


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